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Neupositionierung im Team lohnt sich

09.10.2018

Bildquelle: Aaron Burden, 523450, Unsplash

 

Es liegt in der Natur des Unternehmens, sich auf dem Markt erfolgreich behaupten und platzieren zu wollen. Dies erfordert zwangsläufig, sich auf die verändernden Erwartungen und Anforderungen des Marktes und damit der Kunden einzustellen, sich vom Mitbewerber abzuheben und immer einen Schritt schneller und attraktiver zu sein. Für die unterschiedlichen Abteilungen und Teams ist dies mit einem ständigen Wandel, der in sie gesetzten Erwartungen und Anforderungen verbunden. Dieser Prozess zeigt auch seine Wirkung nach innen, da diese Herausforderungen zu ständig neuen Erwartungen zwischen den Abteilungen untereinander führen. Leider werden sie oftmals einfach vorausgesetzt und nicht kommuniziert.

 

Hier liegt sicherlich ein Grund für das Überlastungsgefühl bei MitarbeiterInnen. Sie fragen sich dann, wie sie das noch alles schaffen sollen und sind unzufrieden, weil sie ihrer Aufgabe und damit sich selbst nicht mehr gerecht werden können. Hier liegt die Gefahr, dass für alle Beteiligten die Orientierung verloren geht und blinder Aktionismus entsteht.

 

Eine „Neupositionierung“ hilft diese Situationen zu vermeiden. Sie bedeutet ein bewusstes Innehalten und eine bewusste Neuausrichtung der Abteilung.  Erst dieser Schritt ermöglicht es, sich den veränderten Gegebenheiten neu anzupassen und sich neu im Unternehmen zu positionieren. Die damit verbundene Klarheit über die zukünftige Ausrichtung, wird es möglich, Entwicklungen und Veränderungen zu erfassen und zu organisieren. Zentrale Fragen der Neupositionierung sind: Wer sind wir? Für wen sind wir da? Wer ist unser Kunde? Wofür sind wir verantwortlich? Was sind unsere Leistungen? Was zeichnet uns aus?

 

Der Prozess der „Neupositionierung“ ist kein Hexenwerk, der Zeitaufwand ist überschaubar und die MitarbeiterInnen sind eingebunden.

Ist dies gelungen und die Transparenz bei allen MitarbeiterInnen hergestellt, dann besteht die Möglichkeit, sich im Team neu zu organisieren. Dazu gehören die Fragen, wer künftig welche Aufgaben übernimmt, wer mit wem zusammenarbeitet oder wie die Zusammen-arbeit neu gestaltet werden kann. MitarbeiterInnen erhalten durch den Schritt der Neupositionierung die Möglichkeit der Mitgestaltung und damit das Gefühl, ihre eigene Situation aktiv beeinflussen zu können.

 

Mit der „Neupositionierung“ besteht auch die Notwendigkeit der Abgrenzung. Damit ist gemeint, dass sich die MitarbeiterInnen einer Abteilung auch sehr bewusst mit der Frage auseinandersetzen, welche Aufgaben sie künftig nicht mehr tun, weil sie sinnlos sind und zu keinem Mehrwert bzw. zu keiner Wertschöpfung beitragen. Dieser Schritt nimmt den MitarbeiterInnen das Gefühl der Überlastung, weil deutlich wird, dass neben den neuen Aufgaben, andere Tätigkeiten wegfallen. Damit kann die Positionierung der Abteilung zu einem verlässlichen „Anker“ für MitarbeiterInnen werden, der ihnen Halt gibt, wenn neue Herausforderungen und Erwartungen entstehen.

 

Ob die Neupositionierung erfolgreich wird, hängt entscheidend davon ab, wie die Führungskraft ihre Abteilung führt. Eine reine Organisation der Abteilung basierend auf Zahlen, Daten und Fakten ist nicht ausreichend. Es braucht Führungskräfte, denen es gelingt, die MitarbeiterInnen zu einer leistungsfähigen Einheit zu entwickeln und sie als solche zu führen. Dazu bedarf es der Kenntnis über die dynamischen Vorgänge in Gruppen, damit zentrale Erfolgsfaktoren wie Vertrauen, Offenheit, Engagement, Verantwortung, Verbindlichkeit und ein hohes Leistungsniveau entstehen können. Das erfordert eine Haltung, welche die Bedürfnisse des Unternehmens und die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen gleichermaßen ernst nimmt. 

 

 

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