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Digitalisierung. Wenn die Spaltung des Unternehmens droht!

05.16.2019

 Bildquelle: Tatiana Rodriguez, 1340337, Unsplash

 

 

Kommentar zum Artikel "So kommt die Digitalisierung auch bei Ihren Mitarbeitern an" von Arnulf Keese.

 

In seinem Expertenrat beschreibt Arnulf Keese sehr anschaulich, vor welche Herausforderungen Unternehmen gestellt werden, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Auch unsere Erfahrung zeigt, dass das Erleben des sonst recht abstrakten Phänomens der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnt, wenn es darum geht, Angst und Unsicherheit zu nehmen und für das Neue zu öffnen. Die aktive, selbstgesteuerte Auseinandersetzung, das Erleben der eigenen Kompetenz im Umgang mit dem Neuen nimmt Ängste und macht nicht selten Lust auf mehr.

 

Einen Aspekt, den ich in diesem Zusammenhang besonders spannend finde, der in diesem Artikel aber nur gestreift wird, ist die Gefahr der Spaltung eines Unternehmens – eine Situation, die wir in unserer Beratungsarbeit immer wieder erleben. Bisher gingen die meisten Modelle, z.B. das Innovation Diffusion Model von Roberts, davon aus, dass die Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen ein Entwicklungsschritt ist, den die meisten irgendwann mitgehen. Dieser Schritt passiert zeitlich verschoben.  Die einen gehen ihn früher, die anderen später, aber sie gehen diesen Schritt.

Aktuell erleben wir aber, dass viele MitarbeiterInnen, nicht selten mit dem Hinweis auf ihr Alter und ihre wenigen verbleibenden Dienstjahre, nicht mehr bereit sind, diesen Schritt zu gehen. Die Veränderung sei zu groß, der Paradigmenwechsel zu bedeutend, als dass es sich noch lohnen würde, sich damit in der notwendigen Tiefe auseinanderzusetzen. Verstärkt wird die Situation noch dadurch, dass Führungskräfte hier sehr bereitwillig zustimmen, ebenfalls nicht selten, um Fortbildungskosten zu sparen.

 

Schaut man sich dann die Altersstruktur der betroffenen Unternehmen genauer an, dann wird deutlich, dass auch diese „alten“ KollegInnen meist noch mindestens 5, manche sogar 10 Arbeitsjahre vor sich haben und dass sie häufig einen erheblichen Anteil der Belegschaft ausmachen.

Wenn wir nun davon ausgehen, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren viele Weichen für das Überleben von Unternehmen in der digitalen Welt gestellt werden müssen, dann kann es sich kein Unternehmen leisten, eine solche Spaltung im Unternehmen zuzulassen. Es braucht den gemeinsamen Willen und die gemeinsame Anstrengung aller MitarbeiterInnen, das Thema anzugehen. Und gerade dort entsteht eine Chance, wo Erfahrung und Kenntnis des Unternehmens auf neu gewonnenes technisches Wissen trifft. Eine Chance, die es zu nutzen gilt. Und dafür ist der von Arnulf Keese beschriebene Ansatz, des leichten, spielerischen Zugangs sicherlich ein sehr geeigneter. Aber er muss begleitet werden durch die klare Erwartungshaltung der Führungskräfte, dass alle mitziehen und ehrlich gemeinte Angebote, die notwendige Unterstützung sicherzustellen.

 

 

Hier den Artikel von Arnulf Keese im Original lesen

 

 

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