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Agile Führung: Wenn das Fundament fehlt (4)

09.05.2019

 Bildquelle: Jeremy Lishner, tKgcMR8saYA, Unsplash

 

Hausaufgaben einer Führungskraft: Aus einer Gruppe ein Team formen

 

Nun ist in den vorhergehenden drei Artikeln einige Male der Begriff des Teams gefallen (>>Artikel 1 der Reihe hier lesen<<). Und dieser Begriff verweist auf die letzte Hausaufgabe, welche eine Führungskraft erledigen muss und auf die ich in diesem Artikel eingehen möchte.

 

Aus einer Gruppe ein Team formen

Ein Team zeichnet sich durch ein gemeinsames Ziel aus, dass es miteinander erreichen möchte. Es verfügt über ein gemeinsames Verständnis darüber, wie es dieses Ziel miteinander erreichen möchte. Spielregeln und Normen wurden gemeinsam besprochen und etabliert, es besteht ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und gegenseitiger Verantwortung. Dem Team ist die Grundannahme gemein, dass es leistungsfähiger ist und das Ziel gemeinsam besser erreicht, als jedes einzelne Mitglied alleine.

 

Gleicht man diesen Anspruch an ein Team mit der Realität ab, dann haben wir es nicht selten mit Gruppen von Einzelpersonen zu tun, die durch ihre Führungskraft individuell geführt werden. Das Gemeinsame und Verbindende wurde nie herausgearbeitet. Kommunikation und Problemlösung passieren häufig eher in Richtung der Führungskraft statt untereinander. Es fehlt an gemeinsam akzeptierten Normen und Regeln sowie an einer Team-Identität, dem „Wir-Gefühl“. Feedback ist nicht in ausreichendem Maße etabliert. Gleichzeitig sind es genau diese Aspekte, welche von zentraler Bedeutung sind, wenn ein Team eigenverantwortlich und selbstorganisierend arbeiten soll. Es braucht das gemeinsame Ziel als Orientierung, um sich immer wieder darauf auszurichten. Es braucht die gemeinsamen Normen und Spielregeln, um sich gegenseitig Feedback zu geben, Manöverkritik zum aktuellen Fortschritt zu üben und eine erfolgreiche und konfliktfreie Zusammenarbeit sicherzustellen. Es braucht die Identität als Team, um sich nach außen zu positionieren und nach innen zu einer starken Einheit, einer Leistungsgemeinschaft zusammenzuwachsen.

 

Damit agiles Arbeiten gelingen kann, ist dieser Entwicklungsschritt dringend nötig. Nur wenn die Gruppe zu einem Team zusammenwächst, ist sie in der Lage, den Anforderungen an agiles Arbeiten gerecht zu werden und ihre Ziele zu erreichen. Ansonsten drohen Konflikte und ein Scheitern des agilen Vorhabens.

 

Die in dieser Reihe dargestellten Hausaufgaben sind nach unserer Erfahrung wichtige Hebel für Führungskräfte, egal ob sie traditionelle Teams oder agile Einheiten führen. Spätestens aber, wenn es um agiles Arbeiten geht, ist es zwingend notwendig, sich mit diesen Aspekten auseinanderzusetzen.

 

Neben den Hausaufgaben für Führungskräfte gilt es, auch strukturelle Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Hier kann die einzelne Führungskraft nicht unbedingt etwas ausrichten. Es braucht den Willen des gesamten Unternehmens dazu. Warum die Arbeit an der Struktur so wichtig ist, erfahren Sie im nächsten Artikel. Immer donnerstags auf diesem BLOG.   

 

Die anderen Artikel dieser Reihe finden Sie ebenfalls in unserem BLOG. >>Teil 1 hier lesen<<

>>Teil 2 hier lesen<<

>>Teil 3 hier lesen<<

 

 

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